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Direktkandidat im Wahlkreis 10 Wolfenbüttel Süd / Salzgitter tritt nicht an

Nachdem es in den vergangenen Tagen einige Irritationen um Äußerungen des Direktkandidaten Sven Knurr aus dem Wahlkreis Wolfenbüttel Süd / Salzgitter gab, hat dieser am heutigen Abend Konsequenzen aus seinen Äußerungen gezogen.


Vorausgegangen war eine parteiinterne Diskussion über eine von ihm unterzeichnete Petition zur vorzeitigen Freilassung von Horst Mahler Anfang 2011. Allein die Mitzeichnung dieser Petition ist mit den Positionen der Piratenpartei nicht vereinbar. Dies hat der Kandidat nach zahlreichen Gesprächen eingesehen.

Sven Knurr in einer kurzen Stellungnahme dazu: »Mit sofortiger Wirkung trete ich von meiner Direktkandidatur zur Landtagswahl 2013 zurück. Ich ziehe damit die Konsequenzen aus meinen unbedachten Äußerungen zu Horst Mahler und Demonstrationen gegen Rechtsextremismus, um weiteren Imageschaden von der Partei abzuwenden. Ich möchte mich an dieser Stelle zudem ausdrücklich dafür entschuldigen, einige Mitglieder der Partei mit im Affekt getroffenen Aussagen zur Demonstrationsfreiheit persönlich angegriffen zu haben.«

Die Piratenpartei befindet sich in einem kontinuierlichen Aufbau- und Lernprozess, das gilt sowohl für die innerparteiliche Entwicklung als auch für die Kandidaten selbst. Als  Vorsitzender des zuständigen Kreisverband Wolfenbüttel-Salzgitter sagt Werner Heise dazu: »Ich begrüße den Schritt, den Sven Knurr gewählt hat. Es ist die einzig folgerichtige Entscheidung.«

Auch der Landesvorstand hat sich persönlich mit Sven Knurr auseinandergesetzt, um einen Eindruck zu den Vorwürfen und der dahinter stehenden Person zu bekommen.

Nach der konsequenten Entscheidung von Sven Knurr äußerte sich Jessica ter Veer, Beisitzerin der Piratenpartei Niedersachsen im Namen des Landesvorstandes: »Wir danken Sven Knurr für diesen mutigen Schritt und sprechen ihm unseren Respekt hierfür aus. Gleichzeitig möchten wir noch einmal unmissverständlich klarstellen, dass wir Sven Knurr auf keinen Fall extremistische Tendenzen unterstellen wollen oder dieses in der Vergangenheit getan haben. Wir wünschen uns, dass durch diesen Schritt wieder Ruhe in den Landesverband einkehrt und wir uns als Partei wieder verstärkt unseren politischen Themen widmen können.«