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Ein rabenschwarzer Tag für den Denkmalschutz

Der 16. März wird als schwarzer Tag für die Bürgerrechte in den Annalen Hannovers eingehen. Der Abriss des denkmalgeschützten, von dem Architekten Oesterlen vor 50 Jahren gebauten, Plenarsaals wurde am Dienstag von 91 der 152 Abgeordneten beschlossen.
Landtag
39 Abgeodnete votierten für einen anderen Entwurf, 12 Abgeordnete, vor allem aus den Reihen der Linken stimmten für die finanziell günstigste Lösung, einer Sanierung des Plenarsaals; 10 Abgeordnete enthielten sich.

Gerade im Hinblick auf die angespannte Haushaltslage des Landes wird diese Entscheidung noch unverständlicher, schließlich wird der Neubau mit ca. 50 Millionen Euro zu Buche schlagen. Der Abriss des alten Plenarsaals wird zudem eine Lücke in das städtebauliche Ensemble schlagen, dem die Hannoveraner in naher Zukunft sicher nachtrauern werden. An Stelle des Oesterlen – Baues, der ein Zeugnis moderner deutscher Nachkriegsarchitektur war, wird nun ein vom Kölner Architekten Eun Young Yi entworfener Glaspalast treten.
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Die Piratenpartei hätte es befürwortet, wenn die Bürger Hannovers aktiv in den Entscheidungsprozess mit eingebunden worden wären. Auch der Protest der AG Bürgerbeteiligung Landtag blieb ungehört.
Diese hat eine Aktion gestartet, um den Abriss des Denkmalgeschützten Plenarsaals noch zu verhindern, die wir voll unterstützen.

Geschrieben von Michael Leukert, Claudia Jonda